Nach langer Phase, vom ersten Gedankenansatz über Um- und Neuplanung und dem endlichen Baubeginn, wollen wir nun ein Projekt vorstellen, dass unsere Module mit einem Getreideterminal bereichern wird. Ursprünglich als reiner Güterbahnhof geplant, wurde der Faszination eines Mitgliedes für Ganzzüge aus Selbstentladewagen entsprochen. Hierfür sollte ein entsprechendes Betätigungsfeld entstehen – ein Umschlagbahnhof für Getreide.
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Teil 1
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Firmenlogo
Ein Firmenlogo gibt es schon. Es fügt sich aus Namensfragmenten des Erbauers zusammen.
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Modul 1
Üblicherweise steht am Anfang meist die Idee ein Bild eines „Bretterhaufens“ zu zeigen, wobei dann ganz am Schluss gestaunt werden darf, was man daraus machen kann. Hier schlagen wir aber einen andernen Weg ein und zeigen gleich ein paar „Luftbilder“ des aus 5 Modulen bestehenden Getreideumschlagbahnhofs. Wer möchte, der kann sich diese gerne ausdrucken und aneinanderlegen, wobei er dann auch gleich einen Gleisplan in Händen hält, anhand dessen er die kommenden Schritte zuordnen kann.
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Modul 2
Modul 2
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Modul 3
Modul 3
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Modul 4
Modul 4
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Modul 5
Modul 5
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Ausgangsbasis Modul 1
Nun könnte man beim Betrachten ja sagen: „Schön, fast fertig!“ – Aber so ist das ja nicht. Die Module 1 und 5 waren ja ursprünglich für einen anderen Zweck geplant und mussten dementsprechend erst einmal „angepasst“ werden. Anfangs als Einfahrblock geplant…
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Umbauergebnis
… musste sich Modul 1 gewissen Umbaumaßnahmen unterziehen.
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Modul 1 Kopfbrett
Zuerst wurde das Kopfbrett rechts mit dem Geländeprofil gedreht und die Geländeform der Längsseiten angeglichen. Dann musste die Gleislage der Norm entsprechend geändert werden, da diesem Projekt nun eine völlig geänderte Betriebsführung zugrunde liegt.
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Kopfende Modul 5
Das gleiche Schicksal ereilte auch Modul 5, wobei es aus dem vorhergegangenen Baustadium leider keine Dokumentationen als Vergleich gibt. Es soll jedoch hier die jetzige Planung gezeigt werden. Aus dem Getreideterminal heraus überquert später eine Strasse die Gleise. Auf der Platte soll ein Truckstop entstehen
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Übersicht Modul 4 & 5
Aus etwas veränderter Perspektive zeigt sich über Modul 4 (hinten) und Modul 5 (vorne) die Gleisausfädelung des Umschlagbahnhofs sowie das angedeutete Hafenbecken. Hier werden die anlegenden Getreideschiffe ihrer Fracht entledigt.
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Passprobe
Nun wenden wir uns wieder dem Modul 1 zu. Die Änderung der Gleisführung sowie eine geforderte Strasse setzte den Bau einer Brücke voraus. Hier eine Passprobe.
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Versteifungsbleche
Die Brücke entsteht ganz einfach aus zwei aufeinander geleimten Holzleisten. In die Seitenfugen werden in Dreiecke geschnittene Plastikstücke geklebt. Diese sollen die Versteifungsbleche imitieren. Da diese im Modell keinerlei Belastung unterliegen können sie sogleich mit etwas Farbe „eingeklebt“ werden.
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Brückenköpfe
Während des Trocknens sind die Brückenköpfe zu fertigen. Diese schneidet man aus Mauerplatten von beispielsweise HEKI und verklebt diese mit lösungsmittelfreiem Montagekleber. Die Farbgebung sollte vor dem endgültigen Brückeneinbau bereits abgeschlossen sein.
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Detail
Die Eigenbaubrücke bekommt nun links und rechts je eine Leiste 2mm x 2mm. Hierdurch „verschwindet“ später das Schotterbett nicht und ein Geländer ist besser zu montieren
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Farbe und Alterung
Wir haben die Brücke noch ein letztes Mal ausgebaut und mit Farbe und Alterungsspuren versehen.
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Autobrücke
Die beiden „ehemaligen Einfahrmodule“ müssen natürlich am massivsten umgebaut werden. Sie sind außerdem in vielerlei Hinsicht auch recht interessant und aufwendig. Hier ist der Übergang aus einer Betriebsstelle auf die Strecke. Dies ist sowohl vom Geländeübergang flach ins Hügelige, sowie später elektrisch, recht anspruchsvoll. Modul 5 soll denn auch noch mal herhalten, um kleine schon erkennbare Details zu zeigen. Hier die Brückenköpfe mit Treppenaufgang für Inspektionen.
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Brückenkopf
Hier nochmal ein näherer Blick auf einen der Brückenköpfe auf Modul 5.
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Kaimauer
Auch die Kaimauer ist schon grob in der Entstehung.
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Betriebsmöglichkeiten
Den ersten Teil des Bauberichtes möchten wir mit einem Bild abschließen, welches schon die Betriebsmöglichkeiten erkennen lässt.
Der „Öler“ im Hintergrund fährt auf den durchgehenden Streckengleisen. Diese sind bewusst in den „Hintergrund“ verlegt worden, um die Aufmerksamkeit der Besucher mehr auf den späteren Rangier- und Ladebetrieb zu lenken. Andererseits kann sich der Bediener unabhängig vom Streckenbetrieb auf die Tätigkeiten im Getreidebahnhof konzentrieren. Vorne über die Brücke, als auch auf dem Gleis direkt neben der Werksstrasse ist die Einfahrt in den Terminal möglich, ohne die Hauptstrecke damit sonderlich zu beeinträchtigen. Wiedereinfädeln auf die Hauptstrecke ist auf Modul 2 in Höhe der EBM- und CargoServ-Tauri möglich. Dazu möge man sich nochmals das Luftbild vom Modul 2 anschauen.
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Teil 2 |
Warteposition
Weiter gehts. Hier stehen einige Module und wollen weiterbearbeitet werden.
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Rückblick Modul 1
Rückblickend hier nochmals das Modul 1 von der Besucherseite her gesehen. Zu erkennen ist die grobe Vorgestaltung der Geländeform mit Styropour. Der Rest wird mit Modellbaugips angepasst.
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Bedienerseite
Hier noch mal das gleiche Modul von der Bedienerseite.
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Anpassung der Schienen
Die Gleise von Modul 2 werden nun an das Modul 1 angepasst. Wie schon bei anderen Projekten werden Messingschrauben in die Kopfbretter geschraubt. Hierauf lötet man die Schienen, wodurch eine gleich bleibende Lage an den Modulübergängen gewährleistet wird. Durch Passstifte in den Kopfbrettern kann nichts verschoben werden und Gleisverbinder werden im Betriebsmodulbereich unnötig. Viele Stecknadeln halten die vorangepassten Schienenstücke in ihren Positionen.
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Anpassung 2
Trotz guter Vorplanung und Erstellung von Unterlagen gibt es beim Gleisbau immer wieder Überraschungen. Auch aus diesem Grunde ist es sinnvoll das Gleisbild erst einmal vorzubereiten, bevor man es dann fixiert.
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Testbetrieb
Nun liegen die Gleise auch auf Modul 2 und sind festgeklebt. Die weiße Fläche wird später als Parkplatz für die ankommenden Lkw genutzt. Hier sollen auch eine Pförtnerbude und eine Waage hin. Weiter kann man auch die im Teil 1 angesprochene Ausfädelung auf die Hauptgleise sehen. Diese wird über eine einfache Kreuzung in Höhe des gelben CargoServ-Taurus vorgenommen. Hierdurch soll der Streckenbetrieb so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.
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leeres Modul 2
Nochmals Modul 2 in abgeräumtem Zustand von der Bedienerseite her. Die Schwellen wurden schon holzfarben koloriert. Nach dem Trocknen sind dann sämtliche Schienenflanken an der Reihe ihr rostfarbenes Kleid zu erhalten.
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Übergang Modul 2 & 3
Jetzt geht es ans Modul 3. Zwischen dem einzelnen Gleis am rechten Modulrand und dem restlichen Gleisfeld führt die Strasse durch den Terminal. Die Rangierlok verdeutlicht recht gut die nutzbare Gleislänge für die Züge, welche hier einfahren, zerlegt und mit Ladung versehen letztlich wieder bereitgestellt werden sollen.
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Zusammenführung
Modul 4. Hier werden die Abstellgleise wieder zusammengeführt und Rangier- sowie Beladegleise angebunden.
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Hafenbecken
Das Hafenbecken nimmt grobe Formen an.
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Landschaftsplanung
Die „merkwürdigen“ Kreise zeigen die Position einer geplanten Silokolonne am Beladegleis. Auch zwischen der Rangierlok und dem Hafenbecken wird es ein Großsilo geben. Hier wird das Getreide aus den ankommenden Schiffen zwischengelagert. Das dort gesammelte Getreide wird dann über eine Rohrbrücke mit einsprechenden Leitungen zu den Silos im Vordergrund geleitet.
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Silostellprobe
Stellproben mit zugeschnittenen Rohren als Siloersatz sollen die Dimensionen verstehen und verdeutlichen helfen.
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Silo von der Hafenseite
Von der Hafenseite her gesehen wirken die Silos schon imposant, obwohl diese nicht mal 20 cm hoch sind.
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Landschaftsbau Modul 1
An anderer Stelle ( Modul 1) nimmt das Gelände nach Spachtelarbeiten und erster Farbgebung schon seine Konturen an. Die geplante Landschaft, Weg, Strasse und Gleisbett sind nun schon gut voneinander zu unterscheiden.
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Probeschottern
Beim Schotter haben wir uns diesmal für Echtsteinschotter entschieden. Erste "Probeschotterungen" bestätigen den realistischen Eindruck, der hiermit vermittelt wird.
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Landschaftsbau Modul 5
Auch am Modul 5 ist ein Fortschritt zu sehen. Nach Gipsarbeiten sind die Böschungen und weitere Geländeformen zu erahnen. An den Brückenköpfen wird noch nachgearbeitet werden müssen. Bevor dann die Brücke selber aufgelegt werden kann ist die Gestaltung darunter fertigzustellen.
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Aufrämen 1
So, nun ist aber erstmal wieder genug. Wir haben alles fein aufgeräumt.
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Aufrämen 2
Mit diesem Bild beenden wir den 2. Teil dieses Berichtes. Weiter geht es im 3. Teil...
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Teil 3 |
Material
Jetzt müssen wir usn so langsam auch mal um die Elektrik kümmern. Um die Module zu verdrahten bedarf es eines recht gut sortierten Lagers mit den entsprechend benötigten Leitungen, Stecker- und Buchsenleisten, wie auch Kabelbinder und anderer Befestigungsmaterialien.
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Modulunterseite
Auf der Modulunterseite sehen wir verschiedene Bauteile, die uns die Montage und das Verlegen der Leitungen vereinfachen und übersichtlich gestalten. Da sind zuerst die Montagesockel zu erkennen, durch die man Kabelbinder zieht, mit denen später die Leitungen festgezogen werden. Man plant somit schon vorher den groben Verlauf der „Kabellage“. Weiter befinden sich in den Kanten/Ecken die Sub-D-Stecker und –Buchsen mit ihren entsprechenden Gegenstücken. Die später fertig verlöteten Kabelbäume können dann zu Transportzwecken in die Gegenstücke gesteckt werden und baumeln somit nicht rum und sind vor Zerstörung geschützt.
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Fahrstromversorgung
Gut zu sehen sind hier die von den Gleisen kommenden Leitungen für die Fahrspannungsversorgung. Die roten Leitungen führen Plus- und die blauen Massepotential. Sie sind hier schon abgebunden, führen durch eines der Löcher in der Quertraverse und sind dann auf der Lötösenreihe aufgelegt. Von hier geht es dann später zu den Steckern bzw. Buchsen.
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Kabelbaum
Im Folgenden gibt es den Blick auf schon weit fortgeschrittene Verdrahtungsarbeiten. Zu erkennen an den unterschiedlichen Farben für die verschiedenen Betriebsmittel sehen wir Anschlussverteilungen für Signale, Beleuchtung, Weichen sowie Fahrspannungen.
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Kabelbaum 2
der nächste Abschnitt des Kabelbaums. Aufgrund der Masse der Leitungen musste er geteielt werden.
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Unterseite Modul 3
Am wichtigsten ist das mittlere Modul. Unter diesem Modul laufen alle „Drähte“ von den links und rechts befindlichen Modulen zusammen und führen dann direkt zum Pult. Es fehlen, wie auch beim Blick auf die vorher gezeigten Details, die Abdeckhauben auf den Steckern und Buchsen. Ansonsten ist die elektrische Verdrahtung bis hierhin schon komplett. Sieben Stränge gehen in das Bedienpult und haben jeweils 25 Pins, die allerdings nicht komplett belegt sind. Etwas Reserve für Erweiterungen muss man schon einplanen, sonst kann es später problematisch werden.
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Pultplatte Anfang
Von den Modulen weg schauen wir nun auf die Entstehung eines Bedienpultes. Der Pultkasten wurde schon aus Pappelsperrholz gefertigt. Die Maße desselben richten sich nach der Pultplatte, die aus einer 2 – 3 mm starken Aluplatte bestehen sollte, damit sich diese nicht durchbiegen kann. Die Fläche haben wir mit 1000 x 400 mm festgelegt, weil wir sonst nicht alle Bedienelemente vernünftig unterbringen können. Weiterhin sollte es sich um eine pulverbeschichtete Platte handeln, damit diese später nicht reflektiert und den Spaß mindert, weil man nichts richtig erkennen kann. Hier sehen wir auch schon die ersten Anordnungsspiele zur Aufteilung der Instrumente. Die endgültigen Positionen sollte man sich notieren und später auch dokumentieren.
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Gleisplanübertragung
Äußerst wichtig ist im Pultbau die Übertragung des kompletten Gleisplanes in 1 zu 1 mit den entsprechenden Abständen aller Kippschalter, Taster, LED und sonstiger benötigter Bedienelemente. Das machen wir auf kariertem oder Millimeterpapier. Wer sich hier die notwendige Zeit nimmt, der wird weniger Probleme beim Bestücken und Verdrahten haben. Über dem aufliegenden Gleisplan sehen wir schon die ersten Öffnungen für Sicherungen, Volt- und Amperemeter.
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Fertig übertragen
Der Gleisplan wurde auf die schützende Folie übertragen und harrt nun auf das „BOHREN“. Die nötigen Durchmesser wurden auch schon auf der Platte vermerkt.
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gebohrt
So sieht die Pultplatte nach einigen hundert Bohrungen, Senkungen und Abzug der Schutzfolie aus. Naja, noch nicht richtig viel zu sehen.
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Bezeichnungen
Nun ist es nötig, alle Linien des Gleisplanes und die Bezeichnungen der Bedienelemente vorzunehmen. Hierzu reinigt man die komplette Aluplatte mit Reinigungsbenzin und zeichnet mit Finelinern, die UV-beständig und wasserfest sein müssen die Linien, die man haben möchte. Die Beschriftungen nimmt man mit Anreibebuchstaben und –zahlen vor. Ist dies alles getan sollte man etwa eine Nacht vergehen lassen, damit die Lösungsmittel aus den Bezeichnungen entfleuchen können. Nun, am nächsten Tag, besprüht man in mehreren feinen Schichten die Platte zum Schutz mit Klarlack aus dem Kfz-Bereich und lagert diese dann staubfrei bis sie wieder benötigt wird.
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Pultkasten
Nun widmen wir uns dem „Pultgehäuse“. Hier sieht man die Öffnungen für die Steckerleiste und den Kaltgerätestecker. Weiter sehen wir die Platinen für die Fahrreglerelektronik als Platzhalter, die Ringkerntrafos, die unseren Betriebspunkt und die ankommenden Streckenäste mit Energie versorgen werden sowie die Befestigungssockel und die Lötösenreihen. Hier werden erst mal alle ankommenden Leitungen aus den Modulen aufgelegt und dann entsprechend weiterverdrahtet.
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Nahansicht
Hier haben wir die Lötstecker und –leisten, die in diesem Fall für 175 Leitungen ausgelegt sind. Hinzu kommen noch zwei 9-polige Stecker, auf die die Blockstellen links und rechts des Getreideterminals gesteckt werden können, die nicht direkt die Einfahrt absichern. Auch der Kaltgeräteanschluß für die Netzversorgung ist zu sehen.
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Kabelanschluß
Einen Schritt weiter sind schon die ankommenden Versorgungsleitungen auf die Stecker aufgelötet. Der Reihe nach von links nach rechts die blauen und roten für die Fahrspannungen und Halteabschnitte, gelb und grün für Beleuchtungen, braun und schwarz für alle Weichen und dann alle restlichen erkennbaren für die Signale. Ordnung ist gerade hierbei absolut wichtig.
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Aufgerämt
Schon wieder was geschafft... Die „Strippen“ sind auf die Lötleiste gelötet und müssen in einem Plan aufgenommen werden, damit sie wiederzufinden sind.
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Pultplatte getrocknet
Ohh, die Pultplatte ist trocken. Dann wollen wir mal die Teile einbauen.
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Einbau 1
Das sieht ja schon richtig nach was aus...
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Pultplatte fertig
Und schon ist die Pultplatte fertig bestückt...
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Landschaftsbau
Allerdings gibt es noch reichlich zu tun. Da ist die gesamte Verdrahtung der Bedienelemente, sowie die Fertigung der Platinen. Nicht zuletzt muss alles in Betrieb genommen werden. Aber bis dahin machen wir auch mal etwas an der Geländegestaltung – als Abwechslung, und, damit man eine Vorstellung hat, wie es aussehen wird, wenn es denn mal fertig sein wird.
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HHPI
Und mit diesem Bild einer HHPI-Class 66 beenden wir nun auch dne 3. Teil dieses Bereichtes...
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